Celum Forschungs- und Entwicklungszentrum

 

Bauherr: Fa. Celum GmbH  /  Ort: Südpark Linz  /  Projektierung: 2009/10  /  Nutzung: Arbeiten, Forschen, Entwicklen  /  Fläche: 1.400 m²  /  Bauzeit: 12 Monate

 

Projektbeschreibung

Bilder

Pläne

 
 

Die Gebäudestruktur folgt in ihrer Entwicklung einer Inspiration, die von der Beschreibung der Arbeitsabläufe durch die Fa Celum entstanden ist. Demnach funktioniert die Zusammenarbeit der einzelnen Mitarbeiter und Abteilungen fluktuierend. Es arbeiten immer wieder unterschiedliche Mitarbeiter mit anderen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen. Dabei werden immer andere Themen und Problembereiche bearbeitet, oder überhaupt unterschiedlichste Arbeiten erledigt. (von Videoconferencing bis konventionellen Kleinmeetings oder langen Telefonaten mit Kunden). Sehr herausgestrichen wird die Möglichkeit informelle Informationsflüsse durch die Gebäudestruktur zu fördern. Unsere Grundidee wird in einem durch zellenartige Hochräume zonierten Grossraumbüro verwirklicht. Diese zellenartigen Transit- und Verbindungsräume, die wir der Idee der Fa Celum folgend „Holodecks“ nennen, sind vielschichtig nutzbare Räume, mit einer Vollausstattung wie ein Hochklassewagen. Sie übernehmen nicht nur alle möglichen Funktionen im Arbeitsablauf (von der Cafepause über eine Besprechung und konzentrierter Einzelarbeit, bis zur Videokonferenz im Darkroom), sondern sind auch Licht und Luftspender in zentralen Bereichen des Gebäudes.

Um diese Raumstruktur entsprechend flexibel nutzen zu können, ist eine schlanke und leichte Möblierung mit Rollboys und Laptops nötig. Einer netzartig geometrischen Matrix folgend, die durch Achsen entsteht, die vom Grundentwurf der Situierung der Holodecks herrührt, werden am Boden Dosen verteilt und an der Decke Lichtfelder strukturiert (ohne abgehängte Leuchten). Jeweils an den Rändern der Leuchtfelder entsteht ein potentieller Anschluss für eine Trennwand.

Architektur: Die äußere und innere Form des Gebäudes ist Resultat der Bemühungen Räume den Anforderung entsprechend im Raum anzuordnen. Dabei hat den größten Einfluß die Beschreibung der Arbeitsabläufe, wie die Situierung am Grundstück und entsprechende Reaktionen auf die Umgebung. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie sich Ästhetik am Ende des Entwurfsprozesses aufbaut, wie immer mehr Abläufe im Inneren der Gebäudestruktur zusammenlaufen und Proportionen der Räume zueinander sich verbessern. Und schließlich der Blick auf einen Baukörper von aussen, der den Architekten überrascht und manchmal erfreut. Man schreibt ein Wort auf das Gebäude „Celum“ und sieht dass es passt, weil die tragende informierte Struktur im Inneren das Gebäude stützt.