Umbau Bäckerei und Wohnung Berger

 

Bauherr: Fa. Berger  /  Ort: St. Martin i.Mkr.  /  Projektierung: 2005  /  Nutzung: Wohnen / Arbeiten-Bäckerei  /  Fläche: 550 m² /  Bauzeit: 8 Monate

 

Projektbeschreibung

Bilder

Pläne

 
 

Die Bäckerei Berger befindet sich an einer stark befahrenen Bundesstraße in Oberösterreich. Ursprünglich wurde die Bäckerei mit Wohnungen im Obergeschoss errichtet, in denen die Bäckergesellen übernachten konnten. Dieses Obergeschoss stand schließlich in den letzten Jahren leer und musste renoviert werden.

Aufgabe war nun, die Bäckerei sowohl im Bereich eines Garagengeschosses als auch im Backstubenbereich zu erweitern.

Weiters erfolgte ein Umbau des Obergeschosses indem eine Privatwohnung eingerichtet wurde. Als Ziel galt, dabei nicht in Konflikt mit dem Verkaufsladen der Bäckerei sowie dem Betriebsverkehr zu kommen.

Da sich die Wohnung im zweiten Obergeschoss befindet, hat man sich entschlossen, anstelle eines zweiten Stiegenaufgangs einen Personenaufzug zu errichten. Kostenmäßig war dieser Entschluss nahezu gleichwertig, da sich im Inneren des Gebäudes eine Bestandstiege befindet, die als zweiter Fluchtweg genutzt werden kann.

Durch die darunter liegende Bäckerei, die mit einem Flachdach überdeckt wurde, entstand für die Wohnung im Obergeschoss eine weitläufige Terrasse.

Der Umstand, dass das Gebäude an einer stark befahrenen Straße liegt, zwang uns besonderen Wert auf den Schallschutz zu legen.

Um die Terrasse vor Lärm und Wind zu schützen, wurde sie an der einen Seite (Westseite) mit einer Wand geschützt. Um jedoch auch die Abendsonne nutzen zu können, wurde diese Wand großzügig mit einer Profilitverglasung ausgestattet.

An den anderen beiden Seiten wird die Terrasse durch das Gebäude selbst geschützt.

Die Erschließung der Wohnung erfolgt über einen Vorraum im Erdgeschoss.

Anschließend fährt man im Personenaufzug zwei Geschosse nach oben und gelangt somit auf die Terrasse, auf welcher man unter einer Überdachung zum Hauseingang der Wohnung gelangt.

Der Wohnungsgrundriss im Obergeschoss gestaltet sich aus einem offenen Wohn- und Essbereich, sowie abgeschlossenen Zimmern, welche um den Terrassenplatz liegen. Bestandsmäßig gibt es im Wohnbereich Niveausprünge, wobei der Wohnraum mit Ofen an der tiefsten Stelle liegt.

Die Sanierung des Bauwerks bestand neben den allgemeinen Um- und Zubauarbeiten hauptsächlich darin, den Putz im Inneren abzuschlagen und zu erneuern, sowie das Gebäude zu dämmen und mit einer hinterlüfteten Fassade auszustatten. Auf Grund der Örtlichkeit an der Bundesstraße entschloss man sich eine robuste Blechfassade anzuwenden.

Die Entscheidung des Bauherrn, den Altbau zu renovieren und das vorhandene Volumen als Wohnfläche zu nutzen, anstatt ein Einfamilienhaus für die nächste Generation zu errichten, hat sich nicht zuletzt durch die Kosten (auch Betriebskostenreduktion), als richtig erwiesen. Durch den Außenraum im Obergeschoss und die schalltechnischen Maßnahmen konnte das Gefühl eines separierten Wohnbereichs geschaffen werden. Die Nähe zum Betrieb ist auf der Terrasse im Obergeschoss kaum spürbar, ist allerdings ein Faktum das hauptsächlich Vorteile bringt.