CONCEPTSTORE PLUSCITY PASCHING

 

Bauherr: Sport&Concept Ges.m.b.H. City Outlet  /  Ort: PlusCity Pasching  /  Projektierung: 2014  /  Nutzung: Arbeiten - Einkaufen  /  Fläche: 210 m²  /  Bauzeit: 2 Monate

 

Projektbeschreibung

Bilder

 
 

Beim Projekt „Showroom“ handelt es sich um eine Implementierung eines Conceptstores in einem Shoppingcenter in Linz –Pasching (Plusscity)

Folgende Themen wurden dem Entwurf zu Grunde gelegt:

1.       Die Überbeanspruchung der Wahrnehmung der Kunden durch die große Anzahl der Geschäfte und deren – paradoxerweise- uniformes Gestaltungskonzept. (zum Beispiel verwenden fast alle Geschäfte großflächige Glasfassaden, die in Hochglanzprofilen sitzen..)

2.       Ein Materialkonzept das der Scheinwelt des Glitters eines paradiesischen Verkaufsraumes mit Bescheidenheit und Konsequenz entgegentritt.

3.       Möbel sollten nicht von der Industrie sondern von einem Handwerksbetrieb gefertigt werden. Der Bauherr wollte vermitteln, dass die Vorliebe zu Etwas immer mit einer Position zu tun hat, die man in einer Gesellschaft einnimmt. Die Auswahl von Kleidern geht auch in diese Richtung. Der Bezug der Möbel zu den Kleidern sollte ein Hinweis auf hohe Qualität und persönliche Individualität sein.

 

Zu 1-Die Überbeanspruchung der Wahrnehmung:

Als mein kleiner Sohn sagte, dass so viel polierter Stahl und Glas „tot“ sei, entgegnete ich, dass wir etwas Lebendiges machen wollten. Etwas das eigen ist und über das man sich freuen oder lachen kann, und eben den Anschein erweckt zu leben. Als Folge entwarfen wir eine Fassade aus 2 Planen, die mit 50 Stahlfedern zusammengehängt wurden. In den durch die Federn zusammengehaltenen Innenraum zwischen den Planen wird zyklisch von der Lüftungsanlage Luft eingebracht, die durch den entstehenden Überdruck in der Fassade in den Shop strömt. Die Fassade scheint durch Ihre Schrumpf- und Ausdehnungsbewegungen zu Atmen.

Die Fassade hat ein Ausmaß von 15 auf 8 m und ist bei weitem günstiger als eine Stahlglasfassade.

Zu 2- Materialkonzept:

Das Geschäft wird geprägt durch eine umlaufende Wandverkleidung aus weißen Heraklithplatten, in die die Aufnahmen für die Fächerträger der Fächer für die Kleider gesetzt wurden. Die Fächer und Kleinteile sind aus blankem Stahl gefertigt. Sämtliche Details, bis zu den Steigungen der Gewinde für die Fächerpolzen, wurden für den Shop entwickelt und von regionalen Firmen hergestellt. Die einfachen Details wie der Einsatz roher Materialien sollten die Bescheidenheit als Eigenschaft in Opposition zur glänzenden Welt des Shoppingcenters setzen. Es sollte gezeigt werden, dass Schönheit nichts mit dem quantitativen Einsatz der Gestaltungsmittel zu tun haben muss.

Zu 3- Möbel:

Die Möbel wurden aus gewachsten, durchgefärbten, schwarzen MDF – Platten hergestellt. Es sind einfache Möbel zur Präsentation von Kleidern und Schuhen.

 

ARCH mag arch Franz Schauer am 23.9.2014.