Einfamilienhaus Hintringer

 

Bauherr: Fam.Hintringer / Ort: Kleinzell i.Mkr. / Projektierung: 2005 / Nutzung: Wohnen / Fläche: WNFL 125 m², NR 25 m² / Bauzeit: 8 Monate

 

Projektbeschreibung

Bilder

Pläne

 
 

Auf Grund einer sehr beengten Kostensituation entstand die Hauptidee, ein Einfamilienhaus wie eine städtische Wohnung zu betrachten die auf ein Grundstück am Land transferiert wird.. Der Familie war bewusst, dass man mit einem gut organisierten Grundriss, der eine Wohnnutzfläche von 85m² auf einer Ebene hat und einem zusätzlichen Raum im Untergeschoss, (Hanglage) das Auslangen finden kann. Zusätzlich befindet sich auf der Nordseite des Hauses ein Schuppen für Gartengeräte und Werkzeuge sowie ein Autoabstellplatz für zwei Autos.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Wohnessraum, ein Vorraum, WC, Küche, Bad, Schrankraum 2 Zimmer, und eine Loggia mit Gartenabgang. Das Untergeschoss beinhaltet einen Raum, der in erster Linie als Arbeits- und Fitnessraum genutzt wird, einen kleinen Keller, eine Dusche und ein WC. Der Arbeitsraum kann bei Bedarf geteilt werden, sodass ein zweites Kinderzimmer entsteht.

Es galt, eine Baunettosumme von € 200.000,-- nicht zu überschreiten. Unter diesen Umständen wurden architektonische wie bauliche Konsequenzen gezogen. Das Gebäude besteht aus nur einer Betondecke über dem Kellergeschoss, das Flachdach wurde als Holzkonstruktion gebaut. Die Außenwände wurden mit 25cm Ziegel ausgeführt auf denen eine hinterlüftete Holzplattenfassade (Schiffssperrholz mit norwegischen Anstrich) aufgebracht wurde, die der Bauherr (Tischler) in Eigenleistung herstellen konnte. Anfangs war ein kleines Dachgeschoss geplant, welches jedoch fallen gelassen und durch eine Dachterrasse ersetzt wurde. Der Ausgang aufs Dach fungiert als Oberlichte und Lüftungsaufsatz für den Zentralbereich des Hauses. Ein zweiter kleinerer Dachaufsatz hat eine ähnliche Funktion, er bringt Abendlicht in ein Zimmer auf der Ostseite des Hauses und Lüftet über das Stiegenhaus das Untergeschoss und den Schrankraum aus. Besondere Kostenminderung brachte die Einsparung von Bauvolumen die in der Erde stecken. Dort wo diese Bereiche weggelassen wurden, steht das Gebäude auf Stützen und es entstand ein überdeckter Außenraum der funktionell mit dem Garten zusammenspielt und als Erweiterungsfläche vorbereitet wurde.

Entscheidungen über Material Baukonstruktion und Form wurden eng an die Umstände am Baugrund, an die knappen Kosten und an die handwerklichen Fähigkeiten des Bauherren gebunden. Die Ästhetik des Gebäudes entstand zu einem großen Teil als Nebenprodukt von diesem Prozess.